„Warte nicht auf die Regierung oder eine große Organisation, wenn es um wichtige Belange deines Lebens geht – kümmere dich selbst. Wenn du etwas tun willst, tu es. Wenn du nicht weißt, was du tun kannst, aber etwas tun willst, tu etwas, was in deiner Reichweite liegt. Wenn du dich engagierst, sei dir bewusst, du kannst wieder aufhören.
With love and respect“ – Makoto Oda

 

Über uns

Wir, das „Deutsch-Japanische Friedensforum Berlin e.V.“ (DJF) sind ein gemeinnütziger, eingetragener Verein, der seit 1989 existiert.
Das DJF geht auf die Initiative des japanischen Schriftstellers Makoto Oda zurück, der Ende der 80er Jahre als DAAD-Stipendiat (Deutscher Akademischer Austausch Dienst) mit seiner Familie in Berlin lebte.
Zu unseren Aktivitäten zählt der regelmäßige Austausch zwischen Deutschen und Japanern über Friedens- und Umweltfragen, ebenso Fragen der Menschenrechte. Die Foren in Deutschland finden rund um den 8. Mai statt und die Foren in Japan im August. Sie schließen die Gedenktage von Hiroshima und Nagasaki anläßlich der Atombomben-Abwürfe mit ein, die über Hiroshima am 6. August und über Nagasaki am 9. August 1945 erfolgten.
Alle Teilnehmer waren in Hiroshima und Nagasaki, sie nahmen nicht nur an den Zeremonien teil, sondern hatten auch Gelegenheit mit vielen „Hibakusha“ zu sprechen – den Opfern der Atombombe, die den Abwurf überlebt haben -, aber auch deren Nachkommen. Das DJF pflegt die Städtebündnisse zwischen Hiroshima, Nagasaki und Berlin.

 

Wer war Makoto Oda ?

1932 in Osaka wurde er in eine deutschfreundliche Familie geboren. Oda hatte sein Schlüsselerlebnis am 14. August 1945, wenige Tage nach der Zerstörung von Hiroshima und Nagasaki durch die Atombomben. An jenem Tag warfen die US-Verbände zusammen mit ihren Bomben Flugblätter ab mit der Überschrift „Der Krieg ist zu Ende“. Die vielen Leichen in den Straßen Osakas hat Oda bis zu seinem Tod im Jahr 2007 nicht vergessen. Zahllose Reden über Krieg und Frieden hat er mit dieser Geschichte begonnen.

Oda Makoto
Oda Makoto

Oda studierte Altphilologie in Tokyo und übersetzte später die Apologie des Sokrates von Plato. Ein Rockefeller Stipendium führte ihn in die USA. Das Tagebuch seiner Rückkehr auf dem langen Weg – er fuhr in Richtung Osten nach Hause – wurde die Quelle seines ersten Bestsellers, den man heute noch kaufen kann: „Nan demo mite yaro“, eine deutsche Übersetzung titelt schlicht „Wir wollen alles sehen“ – eine Anspielung auf die lange Abschottung Japans gegenüber dem Rest der Welt. In Bombay sah er viele Leute, die auf der Straße schliefen. Er tat es ihnen gleich und fühlte sich tief beschämt, dass es eine solche Armut gab, während Japan – nach einem Krieg voller Schrecken – schon den ersten Aufschwung erfuhr.
In den 1960er Jahren bat man ihn, die Koordination, Moderation und öffentliche Agitation der Anti-Vietnamkriegs-Bewegung in Japan zu übernehmen: Er gehörte keiner Partei an, war jung, berühmt und rhetorisch markerschütternd, er traf seine ZuhörerInnen mitten ins Herz. Er motivierte viele Menschen.
In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre kam er als Stipendiat des Künstlerprogramms des DAAD nach Westberlin. Bei seinen Reisen durch Westdeutschland stellte er fest, dass sich viele kleine Bürgerinitiativen für Frieden einsetzen und selbst in kleinen Ortschaften wie Ahnatal bei Kassel in einer Kirche Ausstellungen mit friedenspolitischem Inhalt zeigten, ein Werk einfacher Bürger, nicht das Werk von Funktionären.

Oda Makoto
Oda Makoto

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