Seit 2001 bot das DJF jungen Männern die Möglichkeit als Wehrdienstverweigerer ihren Zivildienstersatz in sozialen Einrichtungen in Japan zu leisten. In den Anfangsjahren fuhr jeweils eine Hand voll Männer nach Japan. Seit der Kooperation mit den ijgd Berlin e.V. 2007 wuchs das Projekt auf zeitweise 25 Freiwillige pro Zyklus. Durch die Umstellung auf den internationalen Jugendfreiwilligendienst (ijfd) wurde nun auch jungen Frauen die Möglichkeit geboten, ein Jahr in Japan in sozialen Einrichtungen zu arbeiten.
Seit beginn des Programms arbeiteten insgesamt mehr als 200 junge Leute in Seniorenheimen, Behindertenheimen, Kindergärten, Landwirtschaften usw.

Das Auswahlverfahren wird von den ijgd in Kooperation mit dem DJF durchgeführt. Nach Sichtung Ihrer schriftlichen Bewerbung, werden Sie bei Eignung zu einem Bewerbertag Anfang des Jahres der Ausreise nach Berlin eingeladen. Halten Sie sich diesen Termin bitte frei. Die Teilnahme an einem Bewerbungstag und an einem Bewerbungsgespräch sind Voraussetzungen für die Entsendung im Programm Internationaler Jugendfreiwilligendienst (IJFD) in Japan. Beachten Sie bitte, dass wir leider keine Reisekosten erstatten können. Die Teilnehmer/innen an dem Bewerbungstag erhalten ausführliche Informationen über die angebotenen Einsatzstellen und die allgemeinen Bedingungen des IJFDs.

Eine Übersicht aller bisherigen Einsatzstellen zeigen wir Ihnen auf unserer Seite.

Eine Übersicht der derzeit besetzten Einsatzstellen in Japan finden Sie bei den ijgd. Dort werden ebenfalls vielfältige Informationen zum IJFD mit Details über Finanzierung, Ablauf, Seminare, Leistungen, Verpflichtungen, etc. zur Verfügung gestellt.

Die Bewerbungen sind an die ijgd zu richten. Die erforderlichen Unterlagen finden Sie auf deren Homepage!
FAQ

Sind Japanischkenntnisse nötig?

Grundsätzlich ja! – denn die z.B. in Senioreneinrichtungen Betreuten sprechen so gut wie nie eine andere Sprache, auch Englisch hilft dann nicht mehr weiter. Sie müssen jedoch kein Sprachgenie sein, wir geben auch den Kandidaten eine Chance, die beim Japanisch Lernen noch am Anfang stehen. Eine nachweislich hohe Motivation signalisiert uns gelegentlich mehr Eignung, als jemand, der bereits seit langer Zeit lernt. Wir testen Ihre Kenntnisse bei Ihrem Vorstellungsgespräch, um entsprechend dem Sprachlevel eine geeignete Einsatzstelle zu finden.

Wie läuft das Bewerbungsverfahren ab?

ijgd und das DJF treffen aus allen eingehenden Bewerbungen eine Vorauswahl mit den aussichtsreichsten Kandidaten. Diese werden dann zu den Bewerbertagen nach Berlin eingeladen. Jeder Kandidat muss sich dabei auf einen einzigen Bewerbungstag von etwa 10.00 bis etwa 17.00 Uhr einstellen. Die Einteilung für die Bewerbertage nehmen wir vor, falls aus persönlichen Gründen ein Termin nicht passen sollte, können wir bei rechtzeitiger Mitteilung einen anderen vorschlagen. Auf den Bewerbertagen erhalten alle Bewerber nochmals wichtige Informationen über den Freiwilligendienst in Japan und erhalten Gelegenheit, mit ehemaligen Teilnehmern/innen zu sprechen, bevor die Einzelgespräche stattfinden. Diese teilen sich auf in das eigentliche Bewerbungsgespräch sowie der Sprach-Check. Parallel dazu können sich die Bewerber untereinander und mit den Ehemaligen austauschen. Aus allen übrigen Bewerbern treffen ijgd und DJF eine Auswahl und nehmen die Zuteilung auf eine bestimmte Stelle in Japan vor, worauf sich der Bewerber bei der Einsatzstelle persönlich mit einem Motivationsschreiben etc. vorstellen soll. Bei einer Zusage seitens der Einsatzstelle erhält der Bewerber dann einen Vertrag. Der Dienst beginnt in der Regel am 1. September.

Wie läuft dann mein Freiwilligendienst in Japan ab?

Als Vorbereitung auf den Freiwilligendienst absolvieren die Freiwilligen nach Zusage und vor dem 1. Seminar eine selbstorganisierte nachweisbare praktische Vorbereitung von mindestens zwei Wochen in ihrem Einsatzbereich. Ab dem ersten September beginnt der Dienst in der Nähe von Berlin mit einem (verpflichtenden) zehntägigen Vorbereitungsseminar. Hier erhalten die Freiwilligen nicht nur viele Informationen zum Internationalen Jugendfreiwilligendienst, sondern bereiten sich auch generell auf den Umgang mit einer fremden Kultur vor und lernen ihre Mit-Freiwlligen kennen. Die Seminare werden von unserem Partner ijgd gewährleistet. Die Reisekosten in die Einsatzstelle in Japan und das Visum organisieren und finanzieren die Bewerber selbst. Ab dem 15.09. beginnt der Dienst. Die Einführung in den Dienst in Japan ist von Einsatzstelle zu Einsatzstelle unterschiedlich. Nach etwa der Hälfte des abgeleisteten Dienstes findet in Japan ein zehntägiges Zwischenseminar statt (auch dieses ist verpflichtend!), auf dem u. a. eine erste Auswertung stattfindet und eventuelle Probleme angesprochen werden können. Unabhängig davon werden jedoch auf dem Vorbereitungsseminar Ansprechpartner in Deutschland und Japan genannt (darunter viele Ehemalige), die jederzeit während des Dienstes als Ansprechpartner dienen. Ebenso sind jederzeit die ijgd und das DJF für die Freiwilligen verfügbar. Der Urlaub ist zweigeteilt: Einmal in der Mitte des Dienstes und dann noch einmal vor der Abreise. Der Dienst wird mit dem verpflichtenden Auswertungsseminar bei Berlin abgeschlossen.

Japan – ein Traumland?

So manche Bewerbung lässt erkennen, dass der entsprechende Bewerber zu rosige Vorstellungen von Japan hat beziehungsweise sich Illusionen über seinen Freiwilligendienst macht. Der „Widerspruch von Tradition und Moderne“ hört sich interessant an, aber jeder Bewerber sollte sich darüber im Klaren sein, dass er dort keinen Bildungsurlaub macht, sondern einen Dienst ableistet. Dies ist für die meisten Bewerber die erste reguläre Vollzeitarbeit, das heißt, viel Zeit zum kennen lernen der erhofften interessanten Seiten Japans oder gar zum Herumreisen bleibt nicht. Vielmehr erhält jeder Teilnehmer einen guten Einblick in den mitunter sehr harten japanischen Arbeitsalltag. In vielen Fällen ist dieser Arbeitsalltag härter, als bei uns in den letzten dreißig Jahren gewohnt! Jeder Bewerber muss sich auch darüber im Klaren sein, dass er in der Regel nicht als der gefeierte Held empfangen werden wird, sondern eben als einer, der seinen Dienst leistet (zu leisten hat!). Die kulturellen Unterschiede schließlich lassen trotz der sprichwörtlichen Höflichkeit der Japaner den Europäer unbeabsichtigt in so manches Fettnäpfchen treten. Eine ausgiebige Beschäftigung mit diesen kulturellen Unterschieden vor der Bewerbung ist auch für das Bewerbungsgespräch von nützen.

Gibt es rechtliche Grenzen?

Ja, zum einen gibt es Altersgrenzen. Für einen Internationalen Jugendfreiwilligendienst gilt die Altersgrenze 26 Jahre, das heißt, der oder die Bewerber/in darf erst nach dem Dienstantritt am ersten September des Jahres, in dem er seinen Dienst antritt, das 26. Lebensjahr vollenden.
Zum anderen müssen die Einreisebestimmungen Japans beachtet werden. Für den Internationalen Jugendfreiwilligendienst in Japan wird im Regelfall das sogenannte „Working-Holiday-Visum“ in Anspruch genommen. Dieses wird nur einmal im Leben eines Antragstellers ausgestellt! Für das Visum ist der Bewerber selbst zuständig. Im eigenen Interesse sollte dies vor der Bewerbung bzw. spätestens vor dem Dienstantritt geklärt werden, um nicht den Freiwilligendienst gezwungenermaßen abbrechen zu müssen. Dies wäre dann ein selbstverschuldeter Abbruch.

Beginne damit, deinen Suchbegriff oben einzugeben und drücke Enter für die Suche. Drücke ESC, um abzubrechen.

Zurück nach oben